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Australien / Neuseeland

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Ganz früh geht es raus (5:30 Uhr), denn wir haben ein volles Programm - heute geht es nach "Kangaroo Island". Der englische Kapitän Mathew Flinders hat im 18 Jh. die Insel so benannt, weil er dort viele Kängurus vorfand, die seiner Mannschaft als neuer Fleischvorrat sehr willkommen waren. Das auf der Insel lebende Känguru unterscheidet sich von seinen Festlandsvettern durch die schwarze Färbung und einen schmaleren Kopf.
Mit einem großen Katamaran geht es in 45 Minuten rüber. Eine Gruppe sehr interessierter - um nicht zu sagen neugieriger - Koreaner fragt uns aus. So können sie nicht nur ihre Englischkenntnisse beweisen, sondern auch ihr (bruchstückhaftes) Deutsch erproben. Wir hatten wirklich viel Spass - und alle wollten mit uns auf ein Photo!
Die einzige Eukalyptusdestillerie der Insel (von früher 45) ist unser erstes Ziel. Der Besitzer erklärt uns den Ablauf: 500 kg Blätter einer bestimmten Eukalyptussorte kommen zerrieben in 500 l Wasser und werden mehrere Stunden gekocht. Der aufsteigende Dampf kondensiert in Metallröhren und wird aufgefangen und nochmals destilliert. Übrig bleiben 6 l reines Eukalyptusöl. Der sehr kleine Betrieb hat allerdings keine Chance gegen die Konkurrenz aus Südafrika und Südamerika.
Eine besondere Attraktion der Insel ist "Seal Bay". Dort kann man Seelöwen ´hautnah´ beobachten. Zwei Bullen waren gerade dabei ihr Revier abzustecken und es kam zu einem wilden Gerangel. Der unterlegene Bulle ging darauf wütend auf zwei Weibchen los um "Dampf abzulassen". Da das anscheinend nicht genug war, ging es Richtung Zuschauer und wir hatten kurz kräftiges Fracksausen. Der Ranger hatte uns nämlich kurz zuvor erklärt, dass kein Mensch auf Sand so schnell rennen könne, wie ein Seelöwe, der in ´voller Fahrt´ ist. Zum Glück stoppte das Tier aber ab - es war wohl nur eine (sehr wirkungsvolle) Drohgebärde.
Weiter ging es zu den Remarkable Rocks einer Granitformation großer Felsbrocken, die von Wind und Wetter bizarr geformt wurden. Da die umliegende Gegend aus Kalkstein besteht, muss wohl die Eiszeit diese Giganten hertransportiert haben. Die Brocken hinter mir sind die Winzlinge der Gruppe. Ich filme gerade die großen!
Weiter geht es dann mit einem Bericht aus dem Landesinneren.


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