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Wir beginnen unseren Stop in Alice Springs mit dem "Royal Flying Doctor Service". Ein kleines Museum und ein Filmvortrag informieren über die Arbeit dieser Einrichtung. Praktisch ist es möglich über die verschiedenen Stützpunkte im Outback jede Notfallstelle innerhalb einer Stunde zu erreichen. An Bord ist fast alles, was in einem Krankenhaus auch vorhanden wäre. Da die entlegenen Stations (Farmen) alle über Funk verfügen, ist schnelle Hilfe jeder Zeit möglich.
Am nächsten Tag geht es in die westlichen Ausläufer der Mac Donnell Ranges. Dort wandern wir entlang eines trockenen Creeks hin zum Simpsons Gap, einem Duchbruck des Creeks durch einen der vielen Bergrücken. Erstaunlicherweise ist sogar noch etwas Wasser da, in dem sich der tiefe Einschnitt spiegelt. Für Frauen der Aborigines ist an manchen dieser Durchbrüche das Durchqueren der Schlucht verboten, da es sich um Männerkultstätten handelt. Sie müssen dann einige Kilometer weiter zum nächsten Durchbruch. Das Vorkommen von Geistereukalyptus im Flußbett zeigt, dass tiefer unten noch Wasser sein muss, denn große Bäume dieser Art brauchen bis zu 1000 l am Tag!
Wir gehen zu einer weiteren Schlucht Standleys Chasm, die gesäumt ist von Geistereukalyptus und Cicaden, uralten palmähnlichen Pflanzen, die es schon vor den Dinosauriern gab. Es gibt zwei Durchbrüche hintereinander. Wir gehen nur bis zum ersten Durchbruch. Wenn man über die Felsen klettert, gelangt man an den Hauptdurchbruch.
Am Abend gehen wir zu einer Tanzveranstaltung der Aborigines. Ein Aborigine aus Queensland erklärt uns an einer Stammeskarte Australiens, dass es ungefähr 300 Stämme gibt, wobei die meisten eine eigene Sprache sprechen. Die Sprachen sind zum Teil so unterschiedlich wie Deutsch und Indisch! Die rituellen Tänze und die Musik sind sehens- bzw. hörenswert. Ich allerdings "gurke" beim Didgeridoo spielen, denn ich bekomme keinen Ton raus. Dafür sehe ich beim Abschlussbild wieder etwas besser aus.
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