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Im Kakadu Nationalpark - der Name leitet sich vom ortsansässigen Aborigine-Stamm Gagadju ab - machen wir eine Bootsfahrt im Katherine Gorge. Leider ist extrem Hochwasser und so kommen wir nicht bis ans Ende der Schlucht zu den "Jim Jim Falls", einer absoluten Attraktion besonders in der Regenzeit. Die Krokodile (Süßwasserkrodile) sind auch auf und davon, aber wir haben ja noch unseren Ausflug zu den Felsmalereien. Es geht über etliche glatte Felsen (regennass!) und man muss gut aufpassen. Auch kommt von den steilen Wänden manch (guter) Tropfen von oben. Zwei mal hätte ich fast meine Kamera geflutet.
Apropos geflutet - manche Straße, über die man noch beim Hinweg glatt rüber kommt, könnte beim Rückweg überschwemmt sein. Deshalb hat unser Bus vor solch einer tiefer liegenden Straße gewartet und ein Ranger hat uns mit einem Shuttlebus zurückgebracht.
Die Karawane zieht weiter Richtung Nourlangie Rock. Auf dem Weg machen wir halt an einigen Termiten-Kathedralen. Waren die Bauten bisher nur maximal stuhl- bis tischhoch, sind sie hier im Überschwemmungsgebiet schon erheblich größer. Die kleinen gläsernen Gesellen wollen ja keine nassen (sechs) Füße bekommen. Besonders viele Bauten findet man im Grasland, obwohl sie auch Holz ganz schmackhaft finden und Telegraphenmasten und ganze Häuser - wenn es das richtige Holz war - weggenagt haben!
Auf dem South Alligator River machen wir eine Bootsfahrt durch den Kakadu NP. Leider ist wegen des Hochwassers wenig Vogelleben anzutreffen. Lediglich einige Baumbrüter, wie ein Schlangenhalsvogel waren zu sehen. Bodenbrüter brauchen eben Festland, das hier - so weit das Auge reicht - nicht (mehr) vorhanden ist. Ebenso sind mangels Beute auch keine (Salzwasser-) Krokodile zu sehen. Wer also das volle Tierleben des Parks genießen will, sollte nicht zur Regenzeit (September bis April) kommen! Aber schon das bloße Gleiten durch diese Wasserlandschaft ist fantastisch.
Das letzte Ziel des Tages ist der Nourlangie Rock, eine größere Felsformation mit wunderbaren Zeichnungen (Röntgenmalerei) der Aborigines aus ihrer "Traumzeit". Geschichten, Göttergestalten und Jagdszenen sind hier festgehalten. Besonders die Gestalt des Traumgeistes Namarrgon (oben Mitte) und der kleine sehr böse Kerl (oben rechts!) mit den Hackebeilen auf dem Kopf sind erwähnenswert.
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