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Da alle Straßen in Queensland durch die starken Regenfälle gesperrt waren, musste unser Reiseunternehmen umdisponieren. Statt mit dem Bus sollte es mit dem Flieger von Cairns nach Brisbane weitergehen. So haben wir natürlich viel Zeit gewonnen. Wir konnten einen weiteren Tag in Cairns bleiben und es ging nochmals raus an´s Barrier Reef. Da wir nun wussten, wie der Hase läuft (bzw. schnorchelt), war es noch schöner als beim ersten mal.
Der Flug war nicht so der Knaller, zumal wir am Flughafen wegen angeblichen Übergewichts (nicht wir, die Koffer!) umpacken mussten. Nach der Ankunft in Brisbane ging es gleich per Bus weiter nach Fraser Island. Auf dem Weg haben wir einen kleinen Abstecher in die Glass House Mountains gemacht. Kapitän Cook hat sie so genannt, weil sie ihn von der Form her an die Glashütten seiner englischen Heimat erinnerten.
Mit einer Fähre ging es dann rüber zur Insel, der größten Sandinsel der Welt - wieder Übergewicht, wieder Umpacken: ich glaube unsere Koffer müssen eine strengere Diät machen! Unser Hotel ist spitze und sehr romantisch zwischen hohen Bäumen in der nähe des Strandes gelegen. Baden im Meer ist aber nicht drin - Haie! Na ja, die Pools sind auch klasse, aber piwarm!
Ein (fakultativer) Ausflug bringt uns in einem Allrad-Geländebus quer über die Insel. Es ist ein absoluter Wackelritt. Ohne Anschnallen würde man an die Busdecke knallen! Aber es lohnt sich. Erster Stop ist der Lake Mc Kenzie, ein seltenes Naturphänomen: ein Sanddünensee. Es gibt weltweit nur 70 solcher Seen, 42 davon auf Fraser Island. Eine harte, wasserundurchlässige Sandschicht (Coffeerock) verhindert das Durchsickern des Regenwassers. Der See ist kristallklar und das Wasser ist mit seinem ph-Wert von 5.5 leicht sauer (entsprechend unserer Haut) und damit "pflegend". Der Sand um den See ist SEHR fein. Unser Fahrer meint, dass man sich damit abreiben sollte - es ließe einen um 10 Jahre jünger aussehen. Mancher hat sich dreimal abgerieben - aber kein Unterschied war festzustellen. In der Inselmitte gibt es einen kurzen Wanderweg entlang eines Regenwald Baches. Das Wasser ist kristallklar und fließt ohne ´Murmeln´ und Rauschen vorbei, denn es gibt keinerlei Steine oder Felsen auf der gesamten Insel und somit auch nicht im Bachbett. Dass es auf einer Sandinsel tropischen Regenwald gibt, ist auch ein Naturwunder und hat mit dazu beigetragen, dass Fraser Island zum Weltkulturerbe gehört. Auf dem Inselhighway (der Sandstrand bei Ebbe, ca. 75 km lang) geht es nach Norden. Die Creeks der Insel transportieren eine Unmenge Regenwasser in den Pazifik. Wenn es regnet - und das ist oft der Fall, saugt sich die Sandinsel voll wie ein Schwamm. Das Wasser versickert tief im Sand und rinnt dann Richtung Ozean. Dabei kann es bis zu 100 Jahre dauern, bis es im Meer ist. Oberhalb des Eli Creek liegen die ´Pinnacles´, Sandsteinklippen, die in den Farben des Regenbogens leuchten sollen. Wir haben allerdings "nur" Farbtöne von tiefrot bis hin zu weiß gesehen. Unser Rückweg führt uns vorbei am Maheno Wreck, den Überresten eines alten Luxusliners. Auf dem Weg zu seiner Verschrottung in Japan riss das Stahlseil, mit dem das Schiff abgeschleppt wurde. Da man die Schiffspropeller bereits abgebaut und im Schiff verstaut hatte, trieb es hilflos an den Sandstrand, wo es seit 1935 vor sich hin verrostet.
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