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Australien / Neuseeland

Alte Druckerei Mangonui 1 Mangonui 2 Pahutakawa Doubtless Bay Ninety Mile Beach Kuhbelagerung North Head Kauri Tree Kauri Museum 1 Kauri Museum 2

Wir machen mit unserer Freundin Sue eine Tour durch den Norden der Nordinsel Neuseelands. Anfänglich ist das Wetter gelinde gesagt bescheiden, aber dann klart es doch auf und auf unserer Fahrt nach Russell knallt schon wieder die Sonne. Dort besichtigen wir die alte Druckerei der katholischen Missionsstation und erfahren vieles über die Schwierigkeiten der Buchherstellung. Es wurden dort Bücher in der Sprache der Maori gedruckt. Außer dem Papier wurde alles selbst gemacht, sogar in einer eigenen Gerberei das Leder für die Einbände!
Weiter ging es dann zum ersten Übernachtungsziel unserer Reise, in ein Haus (Bach) hoch über dem Strand von Mangonui. Abgesehen von einem einsamen Jogger hatten wir den weiten Strand ganz alleine für uns - es war ja auch erst 9:00 Uhr. Bemerkenswert sind die Bäume, die Pahutakawas, deren Äste auch weiter austreiben, wenn sie herunter gebrochen sind. So bilden sich zum Teil äußerst bizarre Formen. Ein besonders großes und schönes Exemplar sehen wir an Butler´s Point, wo wir (nur auf Anmeldung möglich) ein Walfang Museum besuchen. Die Besitzerin, eine nette (alte) Dame, führt uns persönlich herum und erzählt uns erstaunliche Details aus dieser vergangenen Zeit.
Wir fahren die Doubtless Bay weiter hinauf und sehen viele Strände, einer schöner als der andere. An einem dieser Strände machen wir dann ein abendliches Strandpicknick. Das Wetter ist sehr mild und in einer windgeschützten Ecke kann man es lange aushalten.
Am nächsten Tag sieht es leider ganz anders aus und es sollte sich auch nicht mehr groß ändern. Die Ninety Mile Beach war zwar sehr schön, aber leider nur noch in trübem Wetter zu sehen. Unterwegs gehen wir zu einer Stelle, an der Bischof Pompellier (siehe Druckerei in Russell) seine erste Predigt gehalten hat. Die Kühe dort belagern regelrecht das Denkmal und folgen uns auf Schritt und Tritt.
Unser nächster Übernachtungsstop bei Marian und Michael Lough in der Nähe von Opononi hat wieder eine berauschende Aussicht. Die Bucht hat nicht nur viele riesige Felsbrocken, sondern auch eine saharamäßige Düne am North Head. Wir werden sehr gastfreundlich aufgenommen - um nicht zu sagen wie Freunde. Ingrid - als "frisch gebackene" Großmutter - bekommt von Marian eine selbst besungene CD mit ´Grandma´s Songs´!
Der Besuch im Kauriwald - wir hatten bereits vorher die sumpfigen Kaurifelder besichtigt, in denen Kaurisucher das Harz des Baumes, den Bernstein des Nordens, aufspürten - ist leider zu einem feuchten, jedoch nicht fröhlichen, Ereignis geworden. Nass wie die Katzen haben wir die Riesen bestaunt, vor allem Tane Mahuta, den Gott des Waldes - Neuseelands größten Kauri Baum. Da diese Bäume unter Naturschutz stehen und folglich nicht mehr gefällt werden dürfen, werden Möbel und andre Gebrauchsgegenstände aus alten Stämmen (45.000 Jahre alt), die man aus Mooren geborgen hat, gefertigt. Besonders anschaulich wird das im Kauri Museum in Matakohe gezeigt, wo in vielen Panoramaschaukästen und in einem (nachgebauten) Sägewerk die Geschichte des Kauri Baumes lebendig veranschaulicht wird.


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