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Australien / Neuseeland

Palm Beach auf Waiheke Maori Village Geothermen von Whakarewarewa 1 Geothermen von Whakarewarewa 2 Geothermen von Whakarewarewa 3 Geothermen von Whakarewarewa 4 Geothermen von Whakarewarewa 5 Blue Baths Treppe im alten Badehaus Saint Faith

Bevor wir uns wieder auf eine große Reise begeben machen wir nochmals einen Badetag, diesmals auf der Auckland vorgelagerten Insel Waiheke. Dort ist bereits deutlich mehr los als auf der autofreien Insel Rangitoto, aber es lässt sich dennoch ein recht einsames Plätzchen finden, vielleicht auch, weil sich keiner traut sich unter die riesigen Äste des Pohutukawa Baumes zu legen.
Auf dem Weg zu den Thermalquellen von Rotorua machen wir noch einen Abstecher nach Waitomo zu den ´Glowworm Caves´. Abertausende von Larven hängen an den Höhlendecken und zaubern ebensoviele Lichtpunkte um Insekten in ihre Fallen (lange Klebefäden) zu locken. Man glaubt, wenn man mit dem Boot über die unterirdischen Wasserläufe fährt, dass man nachts unter einem Sternenzelt ist! (Keine Fotos - weil verboten!)
In Rotorua angekommen wollen wir den Abend in einem Maori Dorf (Kulturveranstaltung mit Essen!) verbringen. Gegen 18:30 kommen wir dort an und werden mit Szenen aus der Geschichte unterhalten. Die Begrüßung in einem Dorf - mit den abschreckenden Maßnahmen (Zunge rausschrecken, Augenrollen, viel Speerschwingen) waren sehr beeindruckend. Im weiteren Verlauf ging es darum, wie die Maori in den Anfängen der englischen Kolonisation den Widerstand organisiert haben. Die Tänze und Gesänge der Maori im großen Versammlungshaus schlossen den ersten Teil ab. Das Essen (hangi) war ein im Lehmofen auf heißen Steinen zubereitetes Gericht aus Schaf, Rind und Fisch mit den üblichen Süßkartoffeln (kumara) - köstlich: aber nach dem zweiten Nachschlag ging bei mir nichts mehr (außer Nachtisch, natürlich)!
Die Stadt Rotorua ist von Schwefelgeruch erfüllt. Es riecht immer etwas wie (faules) Ei. Grund dafür sind die Geothermen von Whakarewarewa, die wir uns am nächsten Tag ansehen. Überall brodelt und zischt es! Die Steine rund um die heißen Quellen sind gelb vom Schwefel und in den Schlammlöchern blubbert es nur so vor sich hin. Die Maori wussten diese Energie gut für sich zu nutzen. In den heißen Quellen wurde das Essen wie in einem Dampfkochtopf gegart. Leider hat uns der größte Geysir (Pohutu) nicht ganz den Gefallen getan seinen Wasserausstoß auf 30 m Höhe zu schrauben, aber auch so war der Gang durch die Geothermalquellen sehr beeindruckend.
Im nachgebauten Dorf gibt es eine Menge zu sehen: ein großes Versammlungshaus, eine Schnitz- und Webschule, in der die alten Techniken gelehrt werden und etwas abseits ein Kiwi-Nachthaus, in dem das selten gewordene Nationaltier bestaunt werden kann.
In den Government Gardens steht das alte Badehaus der Stadt, das einmal (fast) Weltruhm genoß, nun aber nicht mehr in Betrieb ist. Ein Museum zeigt, wie es früher einmal war. Und wenn man die große Treppe des Eingangsbereichs sieht, so kann man sich die alten Zeiten richtig vorstellen. Die heißen Quellen werden aber in privat betriebenen Badeanstalten immer noch genutzt, wie in den Blue Baths. Im Stadtbereich befindet sich eine Maori Siedlung mit einem Friedhof für die Maori Soldaten des Zweiten Weltkriegs, das 28th Batallion, das für seine Tapferkeit berühmt war - aber auch damit verbunden für seine hohen Verlustezahlen. Vor dem Friedhof steht die Kirche Saint Faith, die von bekehrten Maoris im typischen Stil der Versammlungshäuser (Schnitzereien!) erbaut wurde.


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