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Wir kommen gegen 17:00 Uhr in Akaroa an. Die Fahrt war wieder einmal sehr kurvenreich - aber was für Ausblicke dabei, besonders für die Beifahrerin, die vor Freude(?) manchmal so richtig mit den Füßen mitgeht! Der Campingplatz hat eine steile Hanglage mit dem besten Blick von allen Campingplätzen, die ich bisher gesehen habe. Wir machen einen kleinen Gang hinunter ins Dorf, das noch immer - zumindest von den Namen - französisch geprägt ist. Das kleine Pier ist im Licht der untergehenden Sonne ein Bild wert. Die Segelboote sind klasse, aber dazu später.
Am nächsten Tag ist wieder eitel Sonnenschein und wir machen eine kleine Wanderung entlang der Küste. Der kleine Leuchtturm, der vorher am Akaroa Head stand, sollte eigentlich 1980 abgerissen werden, wurde aber von den Bewohnern Akaroas durch eine "Handwerkeraktion" gerettet: man kaufte ihn vom Staat für einen Dollar, zerlegte ihn Stück für Stück und baute ihn nahe des Ortes wieder auf! Allein die handgeschliffenen Linsen im Turm sind eine Seltenheit (und ein Vermögen wert).
Ein kleines Vermögen hat auch sicherlich diese Yacht - 1946 entworfen und 1962 gebaut - gekostet. Für schlappe 25 Euro pro Person (wir hatten keine NZ Dollar mehr!) gehen wir auf einen Segeltörn mit der ´Manutara´. Die Yacht (14 m lang) wurde speziell für die harten Rennen zwischen Australien und Tasmanien gebaut und hat dieses Rennen zwischen 1947 und 1951 vier mal gewonnen. Die Holzart - Kauri - macht es äußerst seefest. In all den 47 Jahren musste das komplett aus Holz gebaute Schiff kein einziges mal aus dem Wasser um nachdedichtet zu werden! Der Besitzer (rechts) ist natürlich stolz auf seine Yacht und ich auch, dass ich sie bei und nach einem Wendemanöver steuern durfte!
Von Akaroa ging es weiter nach Christchurch, wo wir uns auf einen kleinen Stadterkundungsgang gemacht haben. Die Kathedrale ist der Mittelpunkt für alle Touren. Auf dem Platz davor geben Gaukler, Zauberer und Philosophen ihr bestes das Publikum zu unterhalten. Das Innere der Kathedrale wirkt (natürlich) sehr englisch, insbesondere durch die Fahnen und die Gedenktafeln für die Gefallenen beider Weltkriege.
Nach Kultur kommt natürlich wieder Landschaft: die Gondola bei Lyttleton bringt einen bei strammen Wind (welch ein Schaukeln!) nach oben zu einem Rundblick auf Christchurch und über die Berge hinweg bis zur Halbinsel ´Banks´.
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